E-Bike - ein neues Gefühl des Fahrradfahrens

E-Bikes in allen möglichen Formen, Farben und Funktionen sind zur Zeit der Renner auf dem deutschen Fahrradmarkt. Seitdem es die motorisierten Gefährten auch in schicker Optik gibt, lassen sich immer mehr Menschen von ihnen überzeugen und entdecken eine neue Lust am Fahrradfahren. Der wohl größte Vorteil an E-Bikes ist ihre Unterstützung der Tretkraft. So ermöglichen Sie auch älteren Menschen und jenen mit eingeschränkter körperlicher Fitness sich wieder aufs Rad zu schwingen und die Welt neu zu entdecken. Längere Fahrradtouren und mehrtägige Fahrradreisen werden auch für ungeübte Radler immer attraktiver.

Erfahren Sie jetzt alles, was Sie über das Thema E-Bike schon immer wissen wollten:

E-Bike, Pedelec, Elektrofahrrad - Was ist was?

Der E-Bike Markt in Deutschland ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Immer mehr Anbieter haben die modernen Fahrräder in ihrem Sortiment. Da fällt es vielen Menschen schwer noch den Überblick über die vielen Modelle und Ausführungen zu behalten. Wir bringen Licht ins Dunkel und stellen Ihnen im Folgenden die Varianten der motorisierten Räder vor.

Fahrrad mit Hilfsmotor ist der offiziellen Oberbegriff für die unterschiedlichen Bauarten motorisierter Fahrräder. Sie lassen sich in 2 Gruppen unterteilen: Fahrräder mit Verbrennungsmotor und Fahrräder mit Elektromotoren.

Zu den Rädern mit Verbrennungsmotoren zählen sogenannte Mofas (Motor-Fahrrad), deren Geschwindigkeit auf 25 km/h begrenzt ist. Ein Mofa kann man schon ab 15 Jahren fahren und statt eines Führerscheines bedarf es lediglich einer Mofa-Prüfbescheinigung. Gerade junge Leute, die noch keinen Führerschein haben, aber einen langen Schulweg zurücklegen müssen, fahren gerne mit einem Mofa.

Zur Gruppe der Fahrräder mit Elektromotoren gehören die beliebten E-Bikes, auch Pedelecs genannt. Der Begriff „Pedelec“ ist ein sogenanntes Kofferwort für Pedal Electric Cycle. In Deutschland werden die 3 Begriffe E-Bike, Pedelec und Elektrofahrrad mittlerweile synonym verwendet. Sie bezeichnen alle drei ein Fahrrad, das mit einem Elektromotor ausgestattet ist, der eine Leistung von bis zu 250 Watt hat und auf 25 km/h begrenzt ist. Für ein Pedelec benötigen sie weder ein Kennzeichen, noch eine Haftpflichtversicherung. Das Tragen eines Helmes ist keine Pflicht und ein Führerschein wird ebenso nicht benötigt.

Früher unterschieden sich E-Bikes und Pedelecs dadurch, dass ein Motor eines Pedelecs nur beim Pedalieren aktiv wird und somit den Fahrer beim Treten unterstützt. Die Geschwindigkeit von E-Bikes ließ sich auch ohne Treten, z.B. durch einen Drehgriff am Lenker, beeinflussen. Mittlerweile ist diese begriffliche Abgrenzung aber kaum mehr möglich, da E-Bikes, bei denen man auch ohne Pedealieren fahren kann, eine untergeordnete Rolle spielen und in Europa kaum noch verkauft werden. Viele Händler haben deshalb die allgemeine Bezeichnung E-Bike auch für ihre Pedelecs übernommen. Nichtsdestotrotz sind mittlerweile viele Pedelecs mit einer Anfahrhilfe (begrenzt auf 6 km/h) ausgestattet, die auch ein Fahren ohne Treten ermöglichen.

Sobald ein Elektrofahrrad einen Motor mit einer Leistung über 250 Watt besitzt und damit Geschwindigkeiten von bis zu 45 km/h erreichen kann, zählt es zu den Kleinkrafträdern und ist damit ein Kraftfahrzeug. Diese Räder werden mittlerweile auch unter dem Namen S-Pedelec verkauft. Um ein S-Pedelec zu fahren, benötigen Sie einen Führerschein der Klasse AM, ein Versicherungskennzeichen und eine Betriebserlaubnis.


Für wen ist ein E-Bike geeignet?

Entgegen ihrem Image sind E-Bikes nicht mehr nur was für alte und gebrechliche Menschen. Waren sie anfangs noch die Hauptzielgruppe der Hersteller, freunden sich nun immer breitere Bevölkerungsschichten mit dem modernen Elektrofahrrad an. Egal ob jung oder alt, E-Bikes sind für jeden etwas. Gerade für Fahrradneulinge, die eine längere Strecke vor sich haben oder gar einen Fahrradurlaub planen, eignen sich E-Bikes hervorragend um ohne große Kraftanstrengung weite Strecken zurückzulegen. Lange Steigungen und Entfernungen sind nun kein Problem mehr.

Aber auch Menschen, deren Kondition gesundheitsbedingt eingeschränkt ist, greifen gerne auf die motorisierten Zweiräder zurück. Konnten sie mit einem normalen Fahrrad nicht mehr fahren, erleichtern ihnen Elektrofahrräder das Vorankommen. So können auch sie wieder ohne den Luftverpesster „Auto“ mobil bleiben. E-Bikes eignen sich für jede Gelegenheit. Egal ob der Weg zur Arbeit und zum nächsten Supermarkt, eine Radtour, oder sogar eine mehrtägige Radreise - die mobilen Alleskönner sind vielseitig einsetzbar.

Radtouren mit E-Bikes

Sie scheuen sich vor einer langen Radtour? Sie haben Angst, dass Sie auf halber Strecke aufgeben müssen? Dann empfehlen wir Ihnen eine Fahrrradtour mit Elektrofahrrädern. Die neuen motorisierten Räder sind praktische Helferlein für lange Strecken. Lange Steigungen und Gegenwind werden mit einem Pedelec nicht mehr zum Problem. Erleben Sie das befreiende Gefühl einer Radreise in der Natur und genießen Sie die Landschaft. Durch die Tretkraftunterstützung des E-Bikes müssen Sie sich nicht mehr hauptsächlich aufs Treten konzentrieren. Das Fahrrad nimmt Ihnen einen Teil der Arbeit ab. Aber vergessen Sie nicht: aufmerksames Lenken und Bremsen sollten nicht in Vergessenheit geraten. Ihr E-Bike übernimmt schließlich nicht die ganze Arbeit.

Unser Tipp: Wagen Sie sich auf eine Radreise entlang der deutschen Flüsse. Lassen sie sich nicht mehr abschrecken von Tagesstrecken über 50km. Mit einem guten E-Bike können Sie beliebte Radwege wie den Elberadweg oder den Ostseeküstenradweg erkunden. Auch eine Runde rund um den Bodensee ist mit einem E-Bike nicht mehr nur etwas für Sportler.

Sportliche E-Bikes

Pedelecs gibt es mittlerweile nicht mehr nur noch als bequeme Damenräder mit tiefem Einstieg. Da auch zunehmend auch die sportliche Fraktion Gefallen an den neuen Rädern finden, bieten immer mehr Hersteller auch die sportlichen Varianten als Trekking-Räder oder sogar Mountainbikes an. Sind sind so konstruiert, dass Motor und Akku einer sportlichen Fahrweise mit dem E-Bike nicht im Wege stehen. Die sportlichen Fahrräder schaffen Geschwindigkeiten bis zu 45 km/h, womit sie dann jedoch unter die Kategorie S-Pedelec fallen. Wer gerne im Gelände unterwegs ist und hier und da ein bisschen Unterstützung beim Treten braucht, für den sind E-Mountainbikes genau das richtige.