Der E-Bike Akku

Der Akku eines E-Bikes wird auch als Traktionsbatterie bezeichnet und besteht aus einer Zusammenschaltung mehrerer Akkumulatorzellen. Im Akku wird die Antriebsenergie für das Elektrofahrrad gespeichert. Der Akku ist somit der Haupteinflussfaktor auf die elektrische Reichweite des Fahrrads.

Für E-Bikes stehen 4 verschiedenen Akku-Typen zur Verfügung. Bleigel-, Nickel-Cadmium-, Nickel-Metallhydrid- und Litium-Ionen-Akkus. Bleigelakkus kommen nur noch sehr selten zum Einsatz. In hochwertigen E-Bikes werden heutzutage hauptsächlich die Lithium-Ionen-Akkus eingebaut, die unter allen 4 Bautypen die höchste Leistung haben. Neben der höheren Reichweite zeichnen sich die Lithium-Ionen-Akkus besonders durch ihre lange Haltbarkeit aus. Außerdem besteht bei ihnen nicht die Gefahr, dass der sogenannte Memoryeffekt eintritt, der die Lebensdauer und Leistung von Ladevorgang zu Ladevorgang schwächt.

Die Reichweite eines E-Bike Akkus

Folge Laufzeiten können bei Akkus ungefähr erwartet werden:

  • Nickel-Cadmium-Akkus: 25-30km
  • Nickel-Metallhydrid-Akkus: etwa 45 km
  • Lithium-Ionen-Akkus: über 50km

Die tatsächliche Reichweite hängt allerdings nicht nur von den Akkuzellen ab, sondern von vielen anderen Faktoren. Das gehören: Die gewählte Unterstützung, das Schaltverhalten, Fahrer- und Gepäckgewicht, der Reifendruck und der Fahrbahnuntergrund. Mit ein paar Tricks lassen sich Reichweiten von bis zu 140 km erreichen.

  • Genügend Luft auf den Reifen
  • Einen passenden Gang einlegen
  • Pflege von Kette und Antrieb
  • Windschnittige Fahrradkleidung
  • Sportliche Sitzposition
  • Gepäck auf das Minimum beschränken
  • Gleichmäßiger Fahrstil mit einem "Runden Tritt"

Fragen und Antworten zum E-Bike Akku

Die Bezeichnung der Akku-Kapazität bei Pedelecs erfolgt meistens in Wattstunden (Wh). Sie sind verantwortlich für die Reichweite des Elektrofahrrads. Allerdings verwenden einige Hersteller auch die Angabe der Kapazität in Amperestunden (Ah). Um von den angegebenen Amperestunden auf die eigentliche Leistung zu kommen, multiplizieren Sie die Amperestunden mit der Spannung (Volt). Wir erinnern uns: Pedelecs sind auf eine Akkuleistung von 250 Wh begrenzt, wohingegen S-Pedeles eine Leistung von bis zu 450 Wh haben können.

Generell sollten die Akkus nicht komplett leergefahren werden. Ein häufiges Nachladen und das Vermeiden der Tiefenentladung erhöhen die Lebensdauer Ihres Akkus. Lassen Sie sich vom häufigen Laden nicht Abschrecken. Bei den hochwertigen Lithium-Ionen-Akkus kann kein Memory-Effekt auftreten. Memory-Effekt bedeutet, dass bei häufiger Teilentladung ein Spannungsabfall auftritt, d.h. dass die nutzbare Kapazität der Akkus sinkt. Nun fragen Sie sich vielleicht, wie es mit den Ladezyklen aussieht. Hersteller geben oft ein Maximum von 1000 Ladezyklen an. Das heiß nicht, dass Sie Ihren Akku nur 1000 Mal zur Hälfte aufladen können. 2 Ladezyklen á 50% sind genauso viel wie 1 Ladezyklus á 100%. Das bedeutet, dass Sie Teilaufladungen von 50% insgesamt 2000 Mal durchführen können.

Mit einem leeren Akku können Sie ansonsten nur fahren, wenn Sie die Unterstützung durch den Akku komplett ausschalten. Dann lässt sich jedes E-Bike wie ein ganz normales Fahrrad nutzen.

Lesen sie sich vor dem Erstgebrauch bitte die Hinweise des Herstellers genau durch. Wichtig beim Laden ist, dass Sie ausschließlich das Originalladegerät des Herstellers nutzen. Alles andere kann zu irreparablen Schäden am Akku führen. Beim Laden sollte der Netzstecker als letztes mit der Steckdose verbunden werden. Umgekehrt wird er nach dem Laden als erstes wieder gezogen. So vermeiden Sie einen Kurzschluss.

Über die Nutzungszeit lässt die Leistung eines Akkus nach. Haben Sie die Hälfte der angegebenen Ladezyklen erreicht, hat Ihr Akku etwa noch 60-70% der ursprünglichen Kapazität. Häufiges Nachladen und das Vermeiden des Leerfahrens verlängert jedoch die Lebensdauer des Akkus.

Sie möchten auch im Winter Ihr E-Bike ungehindert nutzen? Dann sollten Sie auf jeden Fall einen Blick ins Benutzerhandbuch werfen. Generell lässt sich sagen, dass Akkus keine Kälte mögen. Hochwertige Markenakkus sind aber in der Regeln weniger anfällig für Kälte als Discounterware. Die ideale Temperatur für die Lagerung und Ladung der Akkus liegt bei etwa 10°C. Im Winter empfiehlt es sich, den Akku mit in die Wohnung zu nehmen und ihn erst kurz vor Fahrtantritt wieder einzusetzen.

Nach der langen Tour bergauf wird man oft mit einer rasanten Fahrt ins Tal belohnt. Man kann die Beine ausruhen und muss nicht viel Treten. Wie praktisch wäre es die entspannte Fahrt bergab zu nutzen um die vorher verbrauchte Akkukapazität wieder aufzuladen? Einige E-Bikes ermöglichen das mittlerweile. Allerdings ist das nur bei ausgewählten Modellen mit Nabenmotoren im Vorder- oder Hinterreifen möglich. Die drehen sich nämlich auch in Tretpausen und beim Bremsen weiter. Anbieter dieser Antriebssysteme, die gleichzeitig als Generalor dienen sind: u.a. Xion, BionX, Greenmover.

Das Wiederaufladen eines Akkus beim Bergabfahren wird auch als Rekuperation bezeichnet.