Radfernweg Berlin-Usedom

Der Radfernweg verbindet zwei touristische Regionen

Die Initiative für den Radfernweg Berlin - Usedom begann im Jahr 2003 von einer Berliner Arbeitsgruppen und mehreren Landkreisen aus Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Ziel war es, die entsprechenden Regionen touristisch zu erschließen und damit zur wirtschaftlichen Förderung beizutragen. Das gemeinsame Projekt wurde auch mit Mitteln der EU unterstützt. Nach einer Analyse der Gegebenheiten wurden Trassenfestlegung, Planung und Vorbereitung der notwendigen Bauarbeiten auf Landkreisebene durchgeführt, und am 30. August 2007 wurde der Radweg offiziell eröffnet.

Auf Usedom verläuft auch der Ostseeradweg, der von der Insel in Richtung Schleswig-Holstein weiterführt. 

Bequem von A nach B

Der Radweg Berlin - Usedom führt über knapp 340 km, beginnend in Berlin Mitte über Eberswalde im Barnimer Land, Angermünde, Prenzlau und Ueckermünde, Anklam, und schließlich, nach Überquerung des Peenestroms, durch die Stadt Usedom, die Kaiserbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin über Zinnowitz und Karlshagen bis nach Peenemünde im Norden. Wer möchte kann in Berlin noch ein Stück Mauerradweg erkunden. Der Berliner Mauerer-Radweg führt Sie an der historischen Mauer entlang.

Die Strecke verläuft zunächst in flachem Gelände, das nach Norden hin etwas hügeliger wird. Mit nur 58 m Höhenunterschied handelt es sich aber um eine leichte Strecke mit überwiegend ausgebauten, gut befahrbaren Radwegen, zum Teil auch befestigten Wald- und Feldwegen.

Wer die zahlreichen Sehenswürdigkeiten mit einbeziehen möchte, wird sich mehr Zeit nehmen als der sportlich Ehrgeizige, der seine Tour in wenige Etappen einteilt. Wenn Sie nichts verpassen wollen dann buchen Sie eine geführte Radtour. Es gibt Ausflugsziele für Groß und Klein und so wird es am Radfernweg nie Langweilig.

Nehmen Sie sich Zeit

Schon in Berlin könnten Sie mit dem Besuch von Museen, Fernsehturm, Reichstag, u.s.w., viel Zeit verbringen. Neben den Kirchen in den Ortschaften entlang des Radfernweges Berlin - Usedom gibt es viele architektonische Objekte, die Sie auf der Durchreise besichtigen können. Das Steintor und der Hungerturm mit dem Heimatmuseum in Bernau, die Stadtmauer in Prenzlau mit ihren Wiekhäusern, oder die historischen Altstädte von Angermünde, Ueckermünde und Pasewalk – wo es auch ein Museum zur Ur- und Frühgeschichte der Region gibt. Steigen Sie in Ueckermünde auf den 27 m hohen Schlossturm, haben Sie einen wunderschönen Blick über die Giebelhäuser der Altstadt, den Stadthafen und das Stettiner Haff bis nach Usedom.

In Torgelow, Vorpommern, ist das archäologische Freilichtmuseum zu empfehlen, wo sehr anschaulich das Leben der Menschen im frühen Mittelalter präsentiert wird. In Anklam gibt es das Otto-Lilienthal-Museum, in Peenemünde das Maritim-Museum und natürlich sollten Sie die Bäderarchitektur in Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin bewundern.

Genießen Sie die frische Luft

Für Naturliebhaber ist die Radtour Berlin - Usedom besonders reizvoll, denn er verläuft über weite Strecken durch weitgehend unberührte Naturlandschaften, so beginnt schon etwa 60 km hinter Berlin das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin in Brandenburg, eine eiszeitlich geprägte Landschaft mit vielen Seen, alten Wäldern und Mooren. Oft führen Radwanderwege nach links oder rechts, wenn Sie Zeit uns lust haben, dann gönnen Sie sich eine kleine Auszeit und wandern ein bisschen durch die Natur.In Mecklenburg-Vorpommern liegt das Landschaftsschutzgebiet Unteres Peenetal und der Naturpark Stettiner Haff an der Ostseeküste. Es gibt viele schöne Radwege in Deutschand, doch dieser ist ein ganz besonderer.